Radwege
Der Eifel-Ardennen-Radweg: Das neue Hoch von Ost nach West
Östlicher Abschnitt Adenau - Gerolstein - Prüm:

Drei deutliche Landschaftsschwellen sind auf dem Weg über die Nürburghöhe, durch Kelberg und von Daun nach Gerolstein zu überwinden, bevor es hinab ins Kylltal und weiter nach Prüm geht. Für das letztgenannte Streckenstück von knapp 25 km ist ein Ausbau des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse in Planung.

Westlicher Abschnitt Prüm - Ourtal (St. Vith)

Das Herzstück des westlichen Eifel-Ardennen-Abschnittes bietet Radvergnügen pur: Denn auf den gut 30 km von Prüm bis nach Steinebrück im Ourtal werden bis auf zwei kurze Zwischenstücke (bei Habscheidermühle im Alfbachtal und Bleialf) ausschließlich zu Radwegen umgebaute Bahntrassen befahren: Zunächst rollt es von Prüm zum ehemaligen Eisenbahnknoten Pronsfeld durch das Prümtal (10 km)., dann in Richtung Norden durch das herrlich naturnahe Tal des Alfbaches bis nach Bleialf (21 km), wo sich die Strecke in Richtung Westen nach Belgien wendet und durch das Tal des Ihrenbaches die Our als Grenzfluss erreicht (30 km).
Die nächsten 8 km vor St. Vith auf belgischer Seite warten auf den Ausbau der Bahntrasse in den nächsten Jahren, die sich hier durch die Instandsetzung eines längeren Tunnels verzögern kann. Bis dahin heißts noch einmal kräftig schwizten aus dem Ourtal hinauf nach St. Vith, das aber zum Glück genügend Einkehrmöglichkeiten zum Erholen bietet.

Infos
Höhenprofil:
Gesamtstrecke: ca. 130 km, Höhenmeter aufwärts 1.500 m, abwärts 1.400 m. Westlicher Streckenabschnitt: Prüm - St. Vith ca. 40 km, ca. 300 m aufwärts, ca. 250 m abwärts
Start:
Gesamtstrecke: Adenau,
Westteil: Prüm
Ziel:
St. Vith/Ostbelgien
Charakteristik/Eignung:
Eine neue Radroute von Adenau nach St. Vith verbindet die Eifel mit den Ardennen. Während der östliche Teil der Strecke von Adenau über Gerolstein bis Prüm durch tiefe Einschnitte und starke Anstiege gekennzeichnet ist, kommt in der westlichen Hälfte von Prüm nach St. Vith ein deutlich geändertes Landschaftsbild den Radlern zugute: Statt großer Höhen und Tiefen bestimmen weite hochflächen die Region und die Bäche Kyll, Nims, Prüm, Alf, Ihren sind noch schmal und wenig eingeschnitten. Zudem nutzt die Strecke fast durchweg ehemalige Bahntrassen mit lang gezogenen und sanft-welligen Landschaftsformen und sie wird so zum Panorama-Radgenuss erster Güte. Lediglich am Ende vor St. Vith muss das Ourtal gequert werden.
Beschilderung:
Das Eifel-Ardennen-Logo befindet sich noch in der Entwicklung. Dennoch ist die Strecke durch die vorhandene Wegweisung gut zu verfolgen.
Der Nimstalradweg: Von den Kalkmulden quer durchs Land ins Sauertal
1. Abschnitt:
Von der Quelle bis Schleid:

Der Radweg beginnt am Knotenpunkt von Eifel-Ardennen-Radweg / Nimstalradweg bei Weinsheim, im Quellgebiet der Nims. Als typische Talquelle sammelt sie ihr Waser im weiten Oval der Prümer Kalkmulde. Der Nordrand biett einen einzigartigen Überblick über die Geologische Formation dieser Mulde, die in ihrer sanften Ausbreitung so gar nicht zum Bild der tief zerklüfteten Eifel passt. Von hier aus führt die Strecke über Rommersheim zum nächsten hochkarätigen Landschaftsbild, der "Schönecker Schweiz". Die fahrt mitten durch das Naturschutzgebiet wird zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Entlang von Felsformationen des Schönecker Dolomit, typischen Karsterscheinungen wie Höhlen und Bachschwinden, kalkreichen Buchenwäldern mit der eigentümlich frühblühenden Begleitflora (Märzenbacher, Bärlauch und Maiglöckchen etc.), kann man die frische Luft und die Stille abseits der Bundesstraße genießen.
Am Ortseingang von Schönecken kann sich der Fahrer entscheiden, ob er sich zunächst die alten historischen Gebäude des Fleckens Schönecken mit der Burgruine ansehen will, odr auf dem Radweg verbleibt. Dieser führt über die Bundesstraße, biegt vor dem Alten Amt nach rechts zur Nims hin ab. Auf der ortsstraße, vorbei am Sportplatz geht der Weg dann weiter in Richtung Dingdorf.
Dem Radfahrer wird die Möglichkeit gegeben, entweder direkt oberhalb des Weberhofes nach links in Richtung Schweißtal auf dem Wirtschaftsweg zu fahren oder nach Dingdorf um dann durch das Annabachtal zur Schweißtalermühle über einen gut ausgebauten, geteerten Wirtschaftsweg zu fahren. Dieser Umweg ist unproblematisch, da der Fahrer sich erst auf der höchsten Stelle entscheiden muss. Sowohl über Dingdorf, als auch über den Weberhof führt der Weg bergab.
Von der Schweißtalermühle bis nach Lasel über Nimsreuland führt der Radweg über eine geschotterten Wirtschaftsweg.
Von Lasel über Feuerscheid durch den Hardtwald nach Schleid ist für den sportlichen Fahrer besonders herausfordernd. Seine Mühen werden mit einem herrlichen Panoramablick auf den Höhen des Hardtwaldes belohnt.

Infos
Höhenprofil:
Ca. 62 km, Höhenmeter aufwärts ca. 500 m, abwärts 900 m
Start:
Weinsheim bei Prüm am Rand der Nims-Quellmulde
Ziel:
Mündung der Nims in die Prüm an der Irreler Mühle bei Irrel.
Charakteristik/Eignung:
Ziemlich gradlinig bringt die Nims ihre Wässer aus der Kalkmulde westlich von Prüm nach Süden. Der Nimstalradweg begleitet sie dabei auf langen Strecken. Er hat etliche Kuppen zusätzlich vor sich, weil er auf einigen Abschnitten noch auf den Ausbau wartet oder das Tal so eng ist, dass kein Platz für die Räder bleibt. Doch auch mit dem derzeitigen Ausbaustand bietet der Nimstalradweg einen optimalen Einstieg in die Südeifel.
Beschilderung:
Der Nimstalradweg ist nahezu durchgehend gut ausgeschildert mit Wegweisern und Pfeilschildern.
Besonders sehenswert:
Die weite Prümer Kalkmulde als Quellgebiet der Nims, die Felsbrockenvielfalt in der Schönecker Schweiz, Schönecken mit seiner Burgruine, das Rittersdorfer Schloss, bitburg mit Museum, Brauerei und lebendiger Innenstadt, Irrel mit seinen Wasserfällen und dem Westwallmuseum.
Der Prümtalradweg: Mehr Landschaft gibt's nicht
1. Abschnitt:
Zur Quelle und nach Prüm (27 km):

Von Stadtkyll aus steigt die Route zunächst sehr gemächlich, später deutlich, aber gleichmäßig und in völliger Ruhe im Tal der Wirft hinauf nach Schönfeld und weiter bis zum moorigen Ursprung der Prüm im tiefen Wald zwischen Ormont und Reuth (gute 10 km mit 200 m Höhenuntrschied). Die nächsten 16 km ins 200 m tiefer gelegene Prüm rollen fast von alleine überwiegen auf kaum befahrernen Nebenstraßen im Prümtal.

2. Abschnitt:
Von Prüm nach Waxweiler auf ehemaliger Bahntrasse (18 km):

Alte Bahntrassen haben den Vorzug, ohne größere Steigungen über Land zu führen. So auch auf diesem Abschnitt, wo die Route absolut eben und bis Waxweiler ein Paradies für Radler und Skater mit einigen herrlichen Talauen als landschaftlicher "Dreingabe" ist.

3. Abschnitt:
Höhenschleife zum Stausee Bitburg (20 km):

Zwischen Waxweiler und Biersdorf gibt es keine durchgängige Straßen- oder Wegeverbindung entlang der Prüm. So liegen ca. 275 Höhenmeter vor dem Rad beim Wechsel aus dem Prümtal ins Tal des Ehlenzbachs. Die härtesten knapp 3 km hat die Strecke von der Mauelermühle hinauf an die L 12 zu bieten mit teilweise über 10 % - glücklicherweise auf einem asphaltierten Serpentinen-Waldweg, auf dem in aller Ruhe geschoben werden kann. Gemächlich geht's durchs Ehlenzbachtal talwärts und nach einer kleinen Kuppe hinter Ehlenz wird bald der Stausee Bitburg mit duetlichen Gefälleprozenten abwärts erreicht. Wer schneller wieder ins Prümtal und zudem zum Schloss Hamm will, wählt ab Ehlenz die Straße hinauf nach Oberweiler und biegt auf halbem Weg in Richtung Niederweiler rechts in einen Waldweg nach Echtershausen ab, allerdings teilweise über ewas grob-losen Belag.

4. Abschnitt:
Vom Stausee bis zur Mündung (33 km):

Das Prümtal päsentiert sich im letzten Drittel als Landschaftsideal eines Mittelgebirgsflüsschens: Allüberall dominiert kräftiges Grün, mal als Wald, mal als Feld oder Wiesen und dazwischen kleine Ortschaften in aller Ruhe. Ständig wechseln die Perspektiven und jede Biegung überrascht mit neuen Aussichten. Dies wird natürlich mit einigen Anstrengungen erkauft, weil die Route selten ganz flach verläuft, sondern in vielen Windungen, kurzen Anstiegen und rasanten Abfahrten das ganze Tal im Wortsinne "auskostet". Die Route nutzt meiste eigene, tlw. neu gebaute Wege. Jeder einzelne Ort an der Strecke hat sein eigenes Flair, seine typische Lage an der Prüm mit unterschiedlichsten Brücken und Uferbebauungen und mit manch überraschenen klerikalen oder profanen Baudenkmälern. In Irrel, 5 km vor der Mündung, nimmt die Prüm ihren stärksten Nebenfluss, die Nims, auf und mit ihr den Nimstalradweg.

Infos
Höhenprofil:
Ca. 98 km, Höhenmeter aufwärts ca. 1.300 m, abwärts 900 m
Start:
Stadtkyll bzw. Prümquelle zwischen Ormont und Reuth
Ziel:
Mündung der Prüm in die Sauer in Minden
Charakteristik/Eignung:
Für die Gesamtstrecke ist Ausdauer oder Geduld nötig. In den Abschnitten Prüm - Waxweiler sowie Stausee - Minden ist die Route für alle befahrbar, wenn auch mit kurzen Schiebestrecken.
Beschilderung:
Der Prümtalradweg ist nahezu durchgehend gut ausgeschildert mit Wegweisern und Pfeilschildern.
Besonders sehenswert:
Das nette Stadtkyll, Prüm mit seiner Basilika, dem Heimatmuseum und der Info-Stätte "Mensch und Natur", Pronsfeld mit der alten Remigius-Pfarrkirche und auf dem Weg nach Lünebach mit dem Eifelzoo, Waxweiler mit seinem einladenden Ortskern. Der Stausee Bitburg mit dem bewohnten Schloss Hamm in einer gut anradelbaren, 3 km entfernten Prümschleife und auf den folgenden 30 km stimmungsvolle kleine Ortschaften wie an einer Perlenschnur entlang der Prüm wie z. B. Bettingen, Wettlingen, Holsthum (mit Hopfenfeldern am Radweg) oder Prümzulay mit den Irreler Wasserfällen und schließlich Irrel mit dem Westwallmuseum und dem mächtigen Bahnviadukt über dem kleinen Ort Irrelermühle.