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Bei einem Herzversagen zählt jede Sekunde!

Unser Bild zeigt die Übergabe der neuen Notfalltasche mit Defibrillator durch DRK Leiter Oswald Benzel, die First-Responderin Tatiana Weiers und Ortsbürgermeister Helmut Nober.

Unser Bild zeigt die Übergabe der neuen Notfalltasche mit Defibrillator durch DRK Leiter Oswald Benzel, die First-Responderin Tatiana Weiers und Ortsbürgermeister Helmut Nober.

Neue First-Responderin mit einer medizinischen Notfallausstattung für die Ortsgemeinde Rommersheim

Die Gemeinde Rommersheim sorgt vor. Mit einem neuen Defibrillator und einer kompletten Notfallausstattung ist im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes medizinische Hilfe direkt vor Ort gewährleistet.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ist alles eine Frage der Zeit. Schon nach fünf Minuten ohne Herztätigkeit kann der Betroffene später zum Pflegefall werden, nach ca. acht Minuten ist ein Überleben gar unmöglich. Daher ist es sehr wichtig, sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen vor Ort zu beginnen, bis der professionelle Rettungsdienst eintrifft.

Da in der Gemeinde Rommersheim seit kurzem die ausgebildete Notfallsanitäterin Tatiana Weiers wohnt, wird sie in Zukunft bei einem Notruf über die Rettungsleitstelle Trier automatisch mitalarmiert und kann somit innerhalb kürzester Zeit in diesem Bereich lebensrettende Maßnahmen einleiten, sofern sie sich in der Nähe aufhält.

Leider sind 80 Prozent aller Notfälle internistischer Art (z.B. Herzinfarkt). Aus diesem Grund haben die Vertreter der Ortsgemeinde nach einem Informationsgespräch durch Oswald Benzel, Leiter vom DRK Rettungsdienst Prüm  und Organisatorischer Leiter des Eifelkreises Bitburg-Prüm, sich für eine Notfallausstattung mit Defibrillator in der Ortsgemeinde entschieden. Dieses Gerät wird der First-Responderin Tatiana Weiers für Notfälle zur Verfügung gestellt. „Der Zeitrahmen für die Rettung ist bei einem Herz-Kreislauf-Kollaps äußerst eng. Jede untätige Minute ohne Defibrillator und notfallmedizinscher  Ausstattung vermindert die Überlebenschancen um zehn Prozent“, sagt Oswald Benzel. „Weit mehr als 75 Prozent der Betroffenen könnten mit Hilfe des Defibrillators ohne bleibende Schäden gerettet werden“, fügt Benzel hinzu. Die Kosten für das Gerät mit entsprechender Notfallausstattung betragen rund 1600 Euro und wurden von der Ortsgemeinde Rommersheim übernommen. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind nach Angaben von Benzel rund 120 Defibrillatoren im Einsatz. Die Erfahrungen sind sehr positiv und es konnten auch schon mehrere Menschenleben so gerettet werden.