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Standsicherheitsprüfung von Grabmalen

Hinweise der Friedhofsverwaltung

Jährlich ereignen sich bundesweit rund 100 Unfälle, welche auf lose Grabmale zurückzuführen sind. Zur Vermeidung solch, teils tragischer Unfälle sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes und der Unfallverhütungsvorschrift (VSG 4.7) die Friedhofsverwaltungen angehalten, mindestens einmal im Jahr nach der Frostperiode die Grabmale auf ihre Standfestigkeit zu überprüfen.

Diese Prüfungen werden in der Prümer Rundschau öffentlich bekannt gemacht. Die Grabnutzungs-berechtigten können an dieser Prüfung teilnehmen.

Warum bedarf es einer jährlichen Standsicherheitsprüfung?

Die Standsicherheitsprüfung ist keine Behördenwillkür, auch wenn sie oftmals den Unmut der Grabnutzungsberechtigten hervorruft und Kritik laut wird. Sie dient der Verhütung von Unfällen, der Sicherheit der Friedhofsbesucher und somit auch der Sicherheit der Grabnutzungsberechtigten. Sie dient ebenfalls der Beweisführung zur Standsicherheit des Grabmals und somit auch der Abwehr von Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Friedhofsträger und dem Grabnutzungsberechtigten.
Denn jedes Jahr wieder werden bei der Kontrolle lockere Grabmale festgestellt.

Was geschieht bei der Überprüfung der Grabmale?

Die Überprüfung ist nach einem strengen Maßstab durchzuführen. Es genügt nicht eine bloße Inaugenscheinnahme der Grabmale. Die Schäden sind oftmals nicht ohne weiteres erkennbar. Grabmale müssen daher, wenn nicht ihre Beschaffenheit von vornherein eine Gefahr ausschließt, durch kräftiges Drücken oder auf andere geeignete Weise daraufhin untersucht werden, ob sie sich bereits im Gefüge gelockert haben. Es soll davon ausgegangen werden, dass die erforderliche Standfestigkeit des Grabmales gegeben ist, wenn bei der Ausübung von Druck am oberen Ende der Breitseite des Grabmals (max. 1,20 m) mit einer Kraft von 500 Newton entspricht ca. 50 kg (normale horizontale Armkraft) keinerlei Schwankungen auftreten.
Aufgrund von Satzungsänderungen werden diese Prüfungen auf der Grundlage der TA Grabmal mit nur noch 300 Newton, entspricht ca. 30 kg, durchgeführt.
Diese Standsicherheitsprüfung wird in der Stadt Prüm und den meisten Ortsgemeinden durch einen unabhängigen Sachverständigen mittels entsprechendem Gerät durchgeführt.
Wird bei der Überprüfung eines Grabmales dessen Standunsicherheit festgestellt, muss der Friedhofsträger unverzüglich entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergreifen. Lockere, aber noch nicht unmittelbar umsturzgefährdete Grabmale werden mit farbigen Aufklebern markiert. Besteht eine Gefährdung für die Friedhofsbesucher, werden wackelige Grabmale gesichert oder umgelegt. Die Nutzungsberechtigten werden von der Friedhofsverwaltung angeschrieben und um Beseitigung der Gefahrenlage gebeten. Festgestellte Schäden wie auch deren Instandsetzung werden von der Verwaltung dokumentiert.

Die Friedhofsverwaltung bittet daher die Grabnutzungsberechtigten um ihr Verständnis für diese Maßnahme, welcher der Sicherheit aller Friedhofsbesucher dient.